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"Das Goldene Buch" in Ägypten

In Ägypten hat "Das Goldene Buch" seinen Ursprung: Der Inhalt des kostbaren Werkes basiert auf TARGETs Kairo-Konferenz TARGET von 2006.

Annette und Rüdiger Nehberg wollen die Weibliche Genitalverstümmelung mit der Kraft der Religion, des Islam beenden. Eine offizielle Stellungnahme der Al-Azhar war ihnen daher von Anfang an wichtig. Das Auswärtige Amt vermittelte den beiden Norddeutschen den Kontakt nach Kairo: Am 13. Juli 2002 hatten sie ihren ersten Termin mit Ägyptens Religionsminister Prof. Dr. Mahmoud Hamdi Zakzouk im „Supreme Council for Islamic Affairs“. Zakzouk war überzeugt von der Pro-Islamischen-Allianz seiner Gäste und vermittelte ihnen völlig überraschend noch am selben Tag ein Gespräch mit dem Großsheikh der Al-Azhar, Dr. Muhamad Sayyid Tantawi.

Die Idee, eine Gelehrtenkonferenz zum Thema „Weibliche Genitalverstümmelung“ einzuberufen, stammt von Mauretaniens Großmufti Hamden Ould Tah. Das Gipfeltreffen sollte ursprünglich in Hamburg oder Berlin sein. 

Ägyptens Religionsminister Prof. Dr. Zakzouk hielt das Thema für so wichtig, dass er 2005 für einen anderen Tagungsort plädierte, idealerweise in Afrika. Er arrangierte für Annette und Rüdiger Nehberg ein zweites Gespräch mit Ägyptens Großmufti Prof. Dr. Ali Gom’a. Der war von dem Vorschlag einer „Internationalen Konferenz Islamischer Gelehrter gegen Weibliche Genitalverstümmelung“ so angetan, dass er die Al-Azhar, das Zentrum des sunnitischen Islam, für diese Zusammenkunft vorschlug und spontan auch gleich seine Schirmherrschaft anbot. 

Nach der erfolgreichen Azhar-Konferenz ließ Ägyptens Religionsminister Prof. Dr. Zakzouk umgehend eine Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen der Azhar-Konferenz erstellen. Auflage: 90 000 Exemplare. Das Heft wurde inzwischen an die Imame des Landes verteilt.