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Arbeit und Ziele

Menschenrechte schützen – Völkerverständigung fördern

 

Wir sind eine Menschenrechtsorganisation. Gegründet im Jahr 2000 von Annette und Rüdiger Nehberg. Wir setzen uns vor Ort für Frauenrechte und indigene Rechte ein. Zahlreiche Ehrungen wurden an Nehbergs für diesen Einsatz verliehen.

 

Unsere Ziele 

 

1. Weibliche Genitalverstümmelung weltweit beenden

mit dem Islam als Partner. Denn: 85% der betroffenen Mädchen und Frauen sind Muslimas und der brutale Brauch wird immer auch und fälschlicherweise mit den Heiligen Schriften begründet.

 

2. Indigene Völker und den Urwald schützen 

denn so lange Indigene im Wald leben, können sie für ihn einstehen. Dafür unterstützen wir sie in Gesundheit, Bildung und Grenzschutz.


 

 

 

 

Was wir tun, um unsere Ziele zu erreichen

 

Ziel 1: Weibliche Genitalverstümmelung beenden

Die Fakten sind menschenverachtend und unvorstellbar: Täglich werden über 8.000 Mädchen und Frauen ihrer Genitalien und Würde beraubt. Alle 11 Sekunden (!) ein Opfer. Weltweit sind über 200 Millionen Frauen betroffen, die meisten Muslimas. Unsere Strategie ist beispiellos und einzigartig, denn sie lautet: "Mit der Ethik und Kraft des Islam für ein Ende der Weiblichen Genitalverstümmelung." TARGET suchte den Dialog mit islamischen Autoritäten, um diese als Verbündete im Kampf gegen den blutigen Brauch zu gewinnen. Eine Erfolgsgeschichte begann.


 

Da die Weibliche Genitalverstümmelung (engl.: Female Genital Mutilation, FGM) unrichtig mit Heiligen Schriften und religiöser Pflicht begründet wird und die meisten Opfer Muslimas sind, sehen wir in der Kraft des Islam die größte Chance, die grausame Tradition zu beenden. Wir verfolgen das Ziel, dass der Brauch in allen betroffenen Ländern als unvereinbar mit dem Koran und der Ethik des Islam, als Diskriminierung des Islam, zur Gottesanmaßung und zur Sünde erklärt wird. Hochrangige islamische Autoritäten haben sich dieser Allianz angeschlossen.

 

2006 konnte TARGET unter der Schirmherrschaft des Großmuftis von Ägypten in der ehrwürdigen Al-Azhar zu Kairo die Internationale Gelehrtenkonferenz für ein Ende von FGM einberufen mit dem Ergebnis der richtungsweisenden Azhar-Fatwa (islam. Rel. Rechtsgutachten), die den Brauch verbietet. 2009 übergab der als „Sprachrohr Afrikas“ benannte Gelehrte Sheikh Prof. Dr. Yusuf al-Qaradawi TARGET die erbetene Fatwa, in der er FGM als Teufelswerk bezeichnet (Videobotschaft von Sheikh al-Qaradawi). Diese sind im von uns herausgebrachten sogenannten Goldenen Buch zusammengestellt. Das kostbar gestaltete Buch wird von unseren Teams in verschiedenen Ländern an Imame als Predigtgrundlage in Aufklärungskampagnen verteilt.

 

Die Imame bilden das Sprachrohr zum "Goldenen Buch", so gelangt die Kunde von der Moschee bis in die entlegensten Winkel des Landes. Damit werden die Mädchen und Frauen aktiv und nachhaltig geschützt!

Kerngebiet unserer FGM-Arbeit ist derzeitig der afrikanische Kontinent.

 

Darüber hinaus haben wir aktive medizinische Hilfe für die von FGM schwer betroffenen Mädchen und Frauen der Afar in die Danakil-Wüste Äthiopiens gebracht. Inmitten einer Steinwüste, fernab von der Zivilisation, entstand nach schwierigster Bauzeit inmitten der Steinwüste dieser Ort der Hoffnung: TARGETs Gynäkologie- und Geburtshilfeklinik. Aufklärung und Prävention sind fester Bestandteil der Klinikaufgaben.

 

 

 

 

Ziel 2: Indigene Völker und den Urwald schützen

Gesundheit und Schutz für die Waiãpi

 

TARGET e. V. Rüdiger Nehberg setzt sich für indigene Völker und den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien ein. Ziel ist, die Indigenen in ihrem Streben nach einem traditionellen Leben im Wald aktiv zu unterstützen. Sie sollen die Möglichkeit haben, in ihrer Heimat bleiben, ihre Kultur weiter leben und gleichzeitig den Urwald schützen zu können. Dafür braucht es vor allem Gesundheit, Bildung und Grenzschutz. Seit dem Jahr 2002 unterstützt TARGET das Volk der Waiãpi durch gezielte Hilfe in diesen Bereichen.

 

Gesundheit: Drei von TARGET erbaute Gesundheitsstützpunkte garantieren medizinische Versorgung vor Ort, denn das Schutzgebiet ist 400 Kilometer weit von der nächsten Stadt entfernt: Krankenstationen in den Dörfern CTA (seit 2002) und Ytuwasu (seit 2019) sowie eine kleine Urwaldklinik in Aramirã (seit 2012). Das brasilianische Gesundheitsministerium stellt Medikamente, Equipment und medizinisches Personal. TARGET verantwortet die Instandhaltung der Gebäude.

 

Bildung: TARGET finanziert Internet an der Schule im Schutzgebiet sowie an den Krankenstationen (seit 2019). Der freie Zugang zu Informationen und internetbasierten Bildungsangeboten wird stark genutzt. Auch die Kommunikation untereinander sowie mit anderen indigenen Völkern zum Einstand für ihre gemeinsamen Rechte floriert. Insbesondere die jüngere Generation nutzt das Internet mit großer Begeisterung, auch um ihrer Kultur über die Grenzen des Schutzgebietes hinaus Sichtbarkeit und (inter-)nationale Anerkennung zu verleihen.

 

Grenzschutz: TARGET unterstützt die Waiãpi darin, ihre territorialen Grenzen vor Eindringlingen zu schützen (seit 2019). Hierzu zählen regelmäßiges Freischneiden überwucherter Grenzmarkierungen, Kontrollmissionen tief im Wald, Einlassbarrieren und technisch-basierte Lösungen, z.B. Funktechnik.

 

 

Weitere Informationen, Fotos und Videos zu unseren Projekten:

 

➔ Weibliche Genitalverstümmelung


➔ Indigene Völker


➔ Jahresbriefe

 

 

 

 

„Niemand ist zu gering, die Welt zu verändern,“

Rüdiger Nehberg.

 

 

Mission

Das TARGET-Logo zeigt das Auge, das über die Menschenrechte wacht. Das Auge, das sieht, wahrnimmt, handelt. Das Auge, das hin- und nicht wegschaut. Mit dieser Vision gründeten Rüdiger und Annette Nehberg im Jahr 2000 die Menschenrechtsorganisation TARGET e. V. Rüdiger Nehberg. Der gemeinnützige Verein arbeitet am Ort des Geschehens. Er finanziert sich aus Spenden und Stiftungszuwendungen.

 

Gründung

Der Verein wurde am 5. August 2000 gegründet und am 11. September 2000 beim Amtsgericht Ahrensburg AZ 90 VR 2406 eingetragen.

 

Vorstand

Seit Gründung gebildet von Annette und Rüdiger Nehberg wurden im Jahr 2020 Tochter Sophie und Sohn Roman in den Vorstand gewählt. Dies garantiert, dass der Verein auch nach dem Versterben Rüdiger Nehbergs (2020) - aus Überzeugung und seinem Wunsch entsprechend - als Familie und mit der Nehberg-typischen Tatkraft weiter geführt wird.


Für seine besonderen Aufgaben steht TARGET ein großer, hoch qualifizierter Beraterstab zur Seite. Auf Grund seiner Vereinsstruktur agiert der Verein schnell, unkonventionell und flexibel.


TARGETs Kontrolleure: Das Finanzamt, die Mitgliederversammlung, eine Rechtsanwaltskanzlei und ein vereidigter Steuerberater.

 

TARGETs Gemeinnützigkeit wird regelmäßig überprüft. Wir sind verpflichtet, dem Finanzamt jedes Jahr unseren Finanzabschluss vorzulegen. Das Finanzamt kontrolliert, ob die Kriterien der Gemeinnützigkeit erfüllt sind. Wenn dies der Fall ist, gibt es eine offizielle „Unbedenklichkeitsbescheinigung“, die TARGET stets ohne Probleme erhalten hat. Sie berechtigt den Verein, Spendenbescheinigungen auszustellen.

Wir setzen auf die Kraft des Kollektivs und jedes Einzelnen, einen Beitrag zur Veränderung dieser Welt zu leisten - in unseren Projekten und in unserer Förderstruktur.

 

Unsere Projekte finanzieren sich ausschließlich durch Spenden und Zuwendungen.

 

Deshalb haben wir kein DZI-Siegel

TARGET ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt. Auf das DZI-Siegel hat TARGET aus Kostengründen verzichtet. Die Erstellung der umfangreichen Registrierungsunterlagen wäre mit Aufwendungen in Höhe von etwa 15.000 Euro jährlich verbunden. Wir verwenden dieses Geld lieber für unsere Projekte.