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Grundlegende Informationen zur Klinik

 

Die Geburtshilfeklinik ist TARGETs größtes, medizinisches Hilfeprojekt. Nach insgesamt fünf Jahren Bauzeit wurde die Geburtshilfeklinik im Juli 2015 für Mädchen und Frauen eröffnet. Die Klinik wird von Spendengeldern finanziert und in Kooperation mit dem Berufsverband der Frauenärzte e.V., unter der Leitung von Herrn Dr. Werner Harlfinger, geführt. Seit der Eröffnung haben über 5.000 medizinische Behandlungen und Geburten stattgefunden.

 

Die Idee

 

Seit 2004 ist TARGETs mobile Krankenstation mit einem Ärzteteam im Gebiet der Afar unterwegs. Sie ist meist die einzige medizinische Versorgung für die dort lebenden Menschen. In ihrem täglichen Einsatz werden unsere ehrenamtlichen Ärzte immer wieder mit den furchtbaren Folgen der Weiblichen Genitalverstümmelung konfrontiert. Im Afar-Gebiet ist die „Pharaonische Verstümmelung“, als traditionell schlimmste Form der Verstümmelung, weit verbreitet. Jede Geburt wird somit für die Frauen und ihre Babys zum tödlichen Risiko. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 50 %. Für Operationen, wie z.B. Kaiserschnitte, müssen die Frauen heute noch in weit entfernte Städte gebracht werden. Ein Weg, der für viele Frauen nicht möglich ist. Aus diesem Grund hat TARGET sich dazu entschieden, die Geburtshilfeklinik am Rande der Danakilwüste beim Volk der Afar zu bauen. Die Halbnomaden (1,6 Mio. Menschen) waren das erste Volk, das sich TARGETs Idee angeschlossen, die Weibliche Genitalverstümmelung zur Sünde erklärt und dies im Stammesgesetz festgeschrieben hat (2003). 

TARGETs Geburtshilfeklinik ist die einzige, zuverlässige Hilfe für die aufgrund der Genitalverstümmelung leidenden Mädchen und Frauen. Mit Hilfe ehrenamtlicher Ärzte und Krankenpfleger erhalten die Frauen Äthiopiens rund um die Uhr medizinische Behandlungen zur Geburtshilfe, Schwangerenvorsorge, Nachsorge, gynäkologische Grundversorgung und präventive Aufklärung zu FGM. Medikamente sind in Afrika schwer zu beschaffen. Daher sind kostenintensive Importe zwingend notwendig. Alle europäischen Ärzte arbeiten ehrenamtlich für das Projekt, eine Anreise kostet jedoch ca. 1.000 Euro. 

Nur durch Ihre Spenden und den ehrenamtlichen Einsatz entstand der Ort der Hoffnung: Die Geburtshilfeklinik Danakil.

 

Fakten zur Klinik