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SOS-Amazonas
 

Seit Anfang 2017 wurden 3.000 Quadratkilometer Urwald zerstört. Das entspricht der unvorstellbaren Fläche von über 400.000 Fußballfeldern. 20% der Amazonas-Entwaldung fand in Schutzzonen statt. TARGET engagiert sich seit 2002 im Amazonasregenwald. Durch den Bau der kleinen Urwaldklinik und einer Krankenstation im Schutzgebiet sind wir mit dem indigenen Volk der Waiãpi verbunden. Eine generationsübergreifende, gewachsene Freundschaft. Gemeinsame Verantwortung verbindet uns. Eine Verantwortung, der wir uns in Zukunft noch stärker für die kommenden Generationen stellen müssen.


Wirtschaftliche und politische Interessen sowie Korruption bedrohen zurzeit massiv das nördliche Amazonasgebiet. Der rechtsextreme, neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro kündigte vor seiner Wahl 2018 an, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen und große Teile des Amazonas-Regenwaldes an Bergbau-Unternehmen und Landwirtschaftsunternehmen freizugeben. Ebenfalls traf er Aussagen, nach denen er Indigenen keinen Inch Land mehr zugestehen wollen würde. Die Wahl des Ex-Militärs könnte erhebliche Auswirkungen auf den vom ihm negierten Klimawandel haben.


Uns ist bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es weitergeht und das sensible und überlebenswichtige Ökosystem mit seiner einzigartigen Flora und Fauna – und damit der Lebensraum der indigenen Völker – unwiederbringlich zerstört wird.


Die aktuellen Bedrohungen des Regenwaldes sind vielleicht stärker als je zuvor. Die Gier und Korruption macht selbst vor der Brasilianischen Verfassung keinen Halt. Das in ihr garantierte Recht auf die Unantastbarkeit klar definierter Schutzgebiete wird seit August 2017 vom Obersten Gerichtshof auf die Möglichkeit der Änderung hin geprüft. Schlimmstenfalls hätte dies die Auflösung der Grenzen zur Folge.

Lassen Sie uns gemeinsam den Amazonas schützen und helfen Sie uns dabei die Waiapí bei dem Schutz Ihrer Heimat zu unterstützen!


TARGET positioniert sich für die Waiãpi


Nach Kürzungen der Mittel und der drohenden Gebietsfreigabe von weiteren Amazonasflächen, gerieten unsere Hilfsaktivitäten durch weitere Änderungen in der brasilianischen Gesetzgebung im Hinblick auf ausländische Organisationen unter Druck. Um uns weiterhin für die Waiãpi und den Schutz des Regenwaldes positionieren zu können, musste wir rasch reagieren. Im August 2017 ist es uns gerade noch rechtzeitig gelungen, die wichtigste Voraussetzung, bevor die neuen Bestimmungen dies hätten unterbinden können, zu erfüllen: Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitungen, Verhandlungen und Behördengängen konnten wir TARGET Ruediger Nehberg Brasil offiziell registrieren. Unter brasilianischer Flagge und deutscher Leitung unterliegt dieser Verein als indirekter Ableger von TARGET e. V. Deutschland dem brasilianischen Recht und genießt gleichzeitig dessen Schutz.